Programm 2005

Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag
05.07
Sideways
06.07
Just a Kiss
07.07
Alles auf Zucker
08.07
Aviator
09.07
Spielfrei
12.07
Sex in Brno
13.07
Coffee and Cigarettes
14.07
Die syrische Braut
15.07
Old Men in New Cars
16.07
Spielfrei
19.07
Muxmäusschenstill
20.07
Die fetten Jahre sind vorbei
21.07
Rhythm is it !
22.07
Big Fish
23.07
5 x 2 (Fünf mal Zwei)
26.07
Beyond the Sea
27.07
Be Cool
28.07
One Day in Europe
29.07
Hitch der Date Doktor
30.07
Willenbrock
02.08
Die Reise des jungen Che
03.08
Verschwörung im Berlin-Express
04.08
Silentium
05.08
Die Dolmetscherin
06.08
Kebap Connection
09.08
Hotel Ruanda
10.08
Mathilde eine große Liebe
11.08
Zimt und Koreander
12.08
Spielfrei
13.08
Spielfrei
16.08
Poppitz
17.08
Maria voll der Gnade
18.08
Die große Verführung
19.08
Das Meer in mir
20.08
Das Leben ist ein Wunder
23.08
Katze im Sack
24.08
25 Grad im Winter
25.08
Netto
26.08
Ein perfektes Verbrechen
27.08
I (Heart) Huckabees
30.08
Die Geschichte vom weinenden Kamel
31.08
Million Dollar Baby
01.09
Kammerflimmern
   

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Das ausführliche Programm 2005

 

 

Dienstag 05.07 - Sideways

Komödie - USA, 2004 - 127 Minuten

Regie: Alexander Payne

Darsteller: Paul Giamatti (Miles Raymond), Thomas Haden Church (Jack), Virginia Madsen (Maya), Sandra Oh (Stephanie), Marylouise Burke (Miles' Mutter), Jessica Hecht (Victoria), Missy Doti (Cammy), M.C. Gainey (Cammys Mann)

Kurzkritik : Zwei Freunde, beide berufliche Versager, verbringen eine Woche in Kaliforniens Weinbaugebieten, sprechen kennerhaft dem Pinot Noir zu, lernen zwei alleinstehende Frauen kennen und entpuppen sich als höchst gegensätzliche Charaktere. Hinter der Komik der Ereignisse tritt eine liebevolle, präzise Beschreibung menschlicher Eigenarten und Schwächen zutage, wie sie in Hollywood-Filmen selten anzutreffen ist. Ein unterhaltsamer Film von unwiderstehlichem Charme und sanfter Lebensweisheit.

 

 

Mittwoch 06.07 - Just a Kiss

Drama, Liebesfilm - Großbritannien/Belgien/Deutschland/Italien/Spanien, 2004 - 104 Minuten

Regie: Ken Loach

Darsteller: Atta Yaqub (Casim Khan), Eva Birthistle (Rosin Hanlon), Shamshad Akhtar (Sadia Khan), Ghizala Avan (Rukhsana Khan), Shabana Bakhsh (Tahara Khan), Pasha Bocarie (Amar), Gerard Kelly (Pfarrer), Ahmad Riaz (Tariq Khan)

Kurzkritik : Eine junge Frau  unterrichtet an einer katholischen Schule in Glasgow. Als sie sich in einen pakistanisch-stämmigen DJ verliebt, stoßen beide in ihrem beruflichen und familiären Umfeld auf Animositäten und schier unüberwindliche Probleme. Eine berührende "Romeo-und-Julia"-Geschichte um ein Paar, das über große kulturelle Unterschiede hinweg zueinander finden will. Mit der genau beobachteten Milieu- und Mentalitätsstudie erweist sich Ken Loach einmal nicht als schonungsloser Kritiker ökonomischer Ungerechtigkeit, sondern er erzählt mit Feingefühl und Humor über soziale und kulturelle Spannungen.

 

 

Donnerstag 07.07 - Alles auf Zucker

Komödie - Deutschland, 2004 - 95 Minuten

Regie: Dani Levy

Darsteller: Henry Hübchen (Jaeckie Zucker), Hannelore Elsner (Marlene), Udo Samel (Samuel), Golda Tencer (Golda), Steffen Groth (Thomas), Anja Franke (Jana), Sebastian Blomberg (Joshua), Elena Uhlig (Lilly), Rolf Hoppe (Rabbi Ginsberg), Inga Busch (Irene)

Kurzkritik : Zwei seit Jahrzehnten verfeindete Brüder, der eine ein halbseidener Billardspieler, der andere ein orthodoxer Jude, sollen sich nach dem testamentarischen Willen ihrer verstorbenen Mutter versöhnen und gemeinsam deren Begräbnis auf dem jüdischen Friedhof in Berlin organisieren. Die eigenwillig verschrobene Komödie mit dem herausragenden Darsteller-Ensemble handelt vom jüdischen Leben in Deutschland, tendiert dabei jedoch manchmal in Richtung des gehobenen Boulevardtheaters.

 

 

Freitag 08.07 - Aviator

Biographie - USA, 2004 - 170 Minuten

Regie: Martin Scorsese

Darsteller: Leonardo DiCaprio (Howard Hughes), Cate Blanchett (Katharine Hepburn), Kate Beckinsale (Ava Gardner), John C. Reilly (Noah Dietrich), Alec Baldwin (Juan Trippe), Alan Alda (Sen. Ralph Owen Brewster), Ian Holm (Prof. Fitz), Danny Huston (Jack Frye), Gwen Stefani (Jean Harlow), Jude Law (Errol Flynn), Adam Scott (Johnny Meyer), Matt Ross (Glenn Odekirk), Willem Dafoe (Roland Sweet), Kenneth Walsh (Dr. Hepburn)

Kurzkritik : Der Aufstieg des amerikanischen Tycoons Howard Hughes zum Filmproduzenten und Flugzeugindustriellen in einer virtuosen Verfilmung, die mit opulenter Ausstattung und inszenatorischem Bravour das Heldenbild einer typisch amerikanischen Karriere entwirft. Vom ersten Moment an entfalten Regisseur Martin Scorsese und sein Produktionsdesigner Dante Ferretti
opulentes Kino der Spitzenklasse. Überzeugend verarbeitet Scorsese die Neurosen und politischen Kontroversen des perfektionistischen Helden, so dass der Versuch, Kino und Historie unter einen Hut zu bringen, am Ende gelingt.

 

 

Dienstag 12.07 - Sex in Brno

Tschechien, 2003 - 107 Minuten

Regie: Vladimír Morávek

Darsteller: Katerina Holánová (Olinka), Jan Budar (Standa), Martin Pechlát (Jaroslav, Standas Bruder), Filip Rajmont (Pavel
Veli¡cka), Pavel Liska (Honza Bedúra), Miroslav Donutil (Miroslav Norbacher), Ivana Hlouzková (Marie, Miroslavs Frau)

Kurzkritik : Eine Nacht in Brno, der zweitgrößten Stadt der tschechischen Republik. Verschiedene Paare versuchen sich zu finden, wobei als zentrale Figuren ein schüchterner, geistig leicht behinderter Gärtner und eine nicht eben hübsche Arbeiterin fungieren. (OmdU)

 

 

Mittwoch 13.07 - Coffee and Cigarettes

11 Kurzfilme - USA/Italien, 1986-2003 - 96 Minuten

Regie: Jim Jarmusch

Darsteller: Roberto Benigni (Roberto), Steven Wright (Steven), Joie Lee (Goow Twin), Cinqué Lee (Evil Twin/Kitchen Guy), Steve Buscemi (Kellner), Iggy Pop (Iggy), Tom Waits (Tom), Joe Rigano (Joe), Vinny Vella (Vinny), Cate Blanchett
(Cate/Shelly), Alfred Molina , Steve Coogan , Bill Murray

Kurzkritik : Kommunikation ist Kampf, Dialoge sind Duelle, Gesprächspartner Gegner - so stellt es sich zumindest in diesen elf Kurzfilmen dar, die Jim Jarmusch zwischen 1986 und 2003 drehte. Freunde, Weggefährten und Mitarbeiter des Regisseurs spielen in der Regel sich selbst und setzten sich, meist nur mit Kaffee und Zigaretten „bewaffnet“, unbekannten Gesprächssituationen aus. Die wunderbaren Episoden werden mit Liedern aus der Jukebox untermalt, die die jeweilige Situation akzentuiert und feinfühlig auf der Image der Redenden abstimmt. (O.m.d.U.)

 

 

Donnerstag 14.07 - Die Syrische Braut

Tragikkomödie - Israel/Deutschland/Frankreich, 2004 - 97 Minuten

Regie: Eran Riklis

Darsteller: Marlene Bajjali (die Mutter), Uri Gabriel (Simon), Alon Dahan (Arik), Derar Sliman (Tallel), Ranin Boulos (Mai),
Hanna Abou-Manneh (Rama), Robert Hoenig (Joseph), Maisra Masri (Fahdi)

Kurzkritik : Eine junge Frau, deren syrische Familie auf den israelisch besetzten Golan-Höhen lebt, überschreitet die Grenze nach Syrien, um einen Mann aus einer drusischen Familie zu heiraten, den sie nur aus Fernsehshows kennt. Damit liefert sie sich nicht nur einem Fremden aus, sondern verliert auch ihre Heimat, weil eine Rückkehr nach Israel nicht möglich ist. Die klug komponierte Tragikomödie verdeutlicht am individuellen Schicksal die Willkür der Politik. Dabei macht sie die Gräben und Grenzen sichtbar, die nicht nur Völker, sondern auch Familien trennen, und die scheinbar nur durch persönlichen Mut
überwunden werden können. (Preis der Ökumenischen Jury Montreal 2004)

 

 

Freitag 15.07 - Old Men in New Cars

Dänemark, 2002 - 97 Minuten

Regie: Lasse Spang Olsen

Darsteller: Kim Bodnia (Harald), Tomas Villum Jensen (Peter), Nikolaj Lie Kaas (Martin), Torkel Petersson (Ludvig), Iben
Hjejle (Mille), Jens Okking (Munken), Brian Patterson (Vuk), Thomas Rode (Dan Hansen)

Kurzkritik : Gerade erst aus dem Gefängnis entlassen, sieht sich ein cholerischer Kleinkrimineller mit seinen tumben Kumpanen, der Mafia und seinem im Sterben liegenden väterlichen Freund konfrontiert. Mit aller Härte rückt er die Verhältnisse wieder zurecht und versucht, das Geld für eine Operation des Freundes aufzutreiben. Ein derb-skurriler Actionfilm, der sich auf überstürzte Handlungen und Slapstick verlässt und ein Publikum verlangt, das Freude am Chaos hat.

 

 

Dienstag 19.07 - Muxmäusschenstill

Komödie - Deutschland, 2004 - 89 Minuten

Regie: Marcus Mittermeier

Darsteller: Jan Henrik Stahlberg (Mux), Fritz Roth (Gerd), Wanda Perdelwitz (Kira), Joachim Kretzer (Björn)

Kurzkritik : Ein 30-jähriger Weltverbesserer spürt im Alltag von Berlin die Regelbrüche seiner Mitbürger auf, um sie mit ungewöhnlichen Strafen zu mehr Verantwortungsbewusstsein zu erziehen. Dass seine zunehmend aggressiveren Methoden den Zweck seiner Mission hintertreiben, stört den Egomanen nicht. Erst als er von seiner Geliebten enttäuscht wird, gerät sein Weltbild
kurzzeitig ins Wanken. Eine intelligente rabenschwarze Komödie, die das moralische Empfinden brüskiert und kontroverse Diskussionen herausfordert. Zwischen fiktiven und quasi-dokumentarischen Bildern changierend und von überzeugenden Darstellern getragen, zielt der Film letztlich auf eine Kritik an der zeitgenössischen Medienkultur.

 

 

Mittwoch 20.07 - Die fetten Jahre sind vorbei

Deutschland/Österreich, 2004 - 129 Minuten

Regie: Hans Weingartner

Darsteller: Daniel Brühl (Jan), Julia Jentsch (Jule), Stipe Erceg (Peter), Burghart Klaußner (Hardenberg), Peer Martiny
(Villenbesitzer), Petra Zieser (Villbesitzerin), Laura Schmidt (Tochter), Sebastian Butz (Sohn), Hanns Zischler (Vermieter)

Kurzkritik :
Zwei junge Männer kämpfen als moderne Robin Hoods gegen soziale Ungleichheit. Sie brechen in die Berliner Villen der Reichen ein und hinterlassen dort Botschaften, die den Besitzern klar machen sollen, dass „die fetten Jahre vorbei“ sind, in denen man ohne schlechtes Gewissen im Luxus schwelgen konnte. Als die Freundin des einen mit dem anderen anbandelt, kommt es zu Verwicklungen emotionaler Natur, da sich ein Dreiecksverhältnis entspinnt, aber auch praktisch, denn das Trio endet
unversehens als Entführer eines Managers in den Bergen. Engagierte Filmerzählung über drei jugendliche Rebellen, die vor allem dank großartiger Darsteller überzeugt.

 

 

Donnerstag 21.07 - Rhythm is it!

Musikfilm, Dokumentarfilm, Tanzfilm - Deutschland, 2004 - 104 Minuten

Regie: Thomas Grube, Enrique Sánchez Lansch

Kurzkritik : Im Rahmen eines von der Berliner Philharmonie und des Dirigenten Simon Rattle initiierten Projekts planen Musiker und Choreografen die Aufführung des Balletts „Le Sacre du printemps“ mit einer Gruppe von 239 Kindern aus fünf Berliner Grund- und Oberschulen. Das Projekt zum Abbau von Schwellenängsten vor dem Kulturbetrieb gelingt und wandelt die Gruppe von skeptischen Einzelgängern zum begeistert arbeitenden Team. In fesselnden Bildern veranschaulicht der mitreißende Dokumentarfilm den mitunter beschwerlichen kreativen Schaffensweg. Die eingängige Dramaturgie zeigt den Lernprozess an einigen besonders exzentrischen Schülern auf und beschreibt eine nachahmungswürdige Erfolgsstory.

 

 

Freitag 22.07 - Big Fish

Drama / Komödie - USA, 2003 - 125 Minuten

Regie: Tim Burton

Darsteller: Ewan McGregor (junger Edward Bloom), Albert Finney (alter Edward Bloom), Billy Crudup (Will Bloom), Jessica Lange
(alte Sandra Bloom), Helena Bonham Carter (Hexe, Jenny), Steve Buscemi (Norther Winslow), Danny DeVito (Amos Calloway),
Alison Lohman (junge Sandra Bloom), Robert Guillaume (Dr. Bennett), Marion Cotillard (Josephine)

Kurzkritik : Ein fabulierfreudiger Südstaatler, der seine unglaublichen (Lebens-) Geschichten erfunden zu haben scheint, lässt sich auch auf dem Sterbebett nicht in die Karten sehen und überrascht seinen erwachsenen Sohn, der sich mit ihm aussöhnen will, mit immer neuen Facetten seiner Erinnerung. Die schwelgerisch erzählte, höchst unterhaltsame Schelmengeschichte verdichtet sich unter der grandiosen Bildregie zu einer Hommage ans Geschichtenerzählen und ans Kino, wobei sich Mythen, Münchhausiaden und Wirklichkeit zu einer stimmigen Einheit verbinden.

 

 

Samstag 23.07 - 5 X 2 Fünf mal zwei

Drama, Liebesfilm - Frankreich, 2004 - 91 Minuten

Regie: François Ozon

Darsteller: Valéria Bruni-Tedeschi (Marion), Stéphane Freiss (Gilles), Géraldine Pailhas (Valérie), Françoise Fabian
(Monique), Michael Lonsdale (Bernard), Antoine Chappey (Christophe), Marc Ruchmann (Mathieu), Jason Tavassoli (der
Amerikaner)

Kurzkritik : In seinem Ehedrama will sich François Ozon nicht damit abfinden, dass die Trauer über eine erloschene Liebe überwiegt. So dreht er den Lauf der Zeit um und erzählt vom Ende zurück bis zum Anfang: In fünf Episoden läuft die Geschichte des Paares rückwärts ab, vom Schmerz und von der Trauer nach der Scheidung, den von unausgesprochenen Enttäuschungen geprägten Ehealltag, der Geburt des Kindes, der Heirat bis zum ersten Verliebtsein. Eine subtile Reflexion über Missverständnisse und Unsicherheit, der Einsamkeit zu zweit und die Zerbrechlichkeit der Gefühle bis zu Momenten starker Sehnsucht und Zärtlichkeit, Hingabe und Lust, detailreich inszeniert, hervorragend gespielt.

 

 

Dienstag 26.07 - Beyond the Sea

USA/Kanada/Großbritannien/Deutschland, 2004 - 119 Minuten

Regie: Kevin Spacey

Darsteller: Kevin Spacey (Bobby Darin), Kate Bosworth (Sandra Dee), John Goodman (Steve Blauner), Bob Hoskins (Charlie Cassotto Maffia), Brenda Blethyn (Polly Cassotto), Greta Scacchi (Mary Duvan), Caroline Aaron (Nina Cassotto Maffia), Peter Cincotti (Dick Behrke), Michael Byrne (Dr. Andretti), Matt Rippy (David Gershenson)

Kurzkritik : Eigenwilliges Bio-Pic über das Leben des Swing-Sängers und Schauspielers Bobby Darin, das den Aufstieg des Stars aus ärmlichen Verhältnissen, seine Erfolge, aber auch sein künstlerisches wie privates Scheitern zeigt. Hauptdarsteller und Regisseur Kevin Spacey gelingt das ebenso unterhaltsame wie tiefsinnige Porträt einer amerikanischen Karriere, das neben zahlreichen Musiknummern raffinierte Reflexionen über persönliche Erinnerung und populären Star-Mythos bietet.

 

 

Mittwoch 27.07 - Be cool

Komödie - USA, 2005 - 114 Minuten

Regie: F. Gary Gray

Darsteller: John Travolta (Chili Palmer), Uma Thurman (Edie Athens), Vince Vaughn (Raji), Cedric The Entertainer (Sin LaSalle), André Benjamin (Dabu), Steven Tyler (Steven Tyler), Robert Pastorelli (Joe Loop), Debi Mazar (Marla), Harvey Keitel (Nick Carr), The Rock (Elliot Wilhelm), James Woods (Tommy Athens)

Kurzkritik : Ein cooler Gangster steigt zusammen mit der Witwe eines Musikproduzenten ins Musikgeschäft ein. Um einem talentierten Starlet
zum Durchbruch zu verhelfen, müssen sie jedoch zahlreiche Schwierigkeiten in Form von Konkurrenten und Kriminellen überwinden. Sequel des Erfolgsfilms "Schnappt Shorty", das als überdrehte Nummernrevue sich selbst parodierender Stars aus dem Film- und Musikgeschäft funktioniert.

 

 

Donnerstag 28.07 - One Day in Europe

Deutschland/Spanien, 2005 - 100 Minuten

Regie: Hannes Stöhr

Darsteller: Megan Gay (Kate), Ludmilla Zwetkowa , Florian Lukas (Rocco), Erdal Yildiz (Celal), Péter Scherer (Gabor), Miguel de Lira (Sargento Barreira), Rachida Brakni (Rachida), Boris Arquier

Kurzkritik : In Moskau, Istanbul, Santiago de Compostela und Berlin-Marzahn angesiedelte Episoden über Ereignisse am Tag eines fiktiven Champions-League-Finales, deren Protagonisten die jeweilige Landessprache nicht beherrschen und nach echten oder fingierten Raubüberfällen Probleme mit der Polizei bekommen. Ein humorvoller Blick auf die Gegenwart bzw. Zukunft des vereinten Europas, dessen Spiel mit Klischees und Vorurteilen wirkliche oder vermeintliche Mentalitäten karikiert. (Teils O.m.d.U.)

 

 

Freitag 29.07 - Hitch Der Date Doktor

Komödie - USA, 2005 - 118 Minuten

Regie: Andy Tennant

Darsteller: Will Smith (Alex "Hitch" Hitchens), Eva Mendes (Sara Melas), Kevin James (Albert Brennaman), Amber Valletta (Allegra Cole), Julie Ann Emery (Casey), Adam Arkin (Max Trundle), Robinne Lee (Cressida), Nathan Lee Graham (Geoff), Michael Rapaport (Ben)

Kurzkritik : Ein "Date Doktor" hilft Liebeskranken im New Yorker Single-Dschungel, ihre Auserwählten kennen zu lernen und zu erobern. Nur
bei ihm selbst scheinen seine Methoden nicht richtig zu funktionieren, weshalb er alle möglichen Missgeschicke durchlebt, bis auch er den Weg zum Herzen seiner Schönen findet. Routinierte, durchaus amüsante Komödie, nicht zuletzt aufgrund des Slapstick-Talents von Komiker Kevin James, der einen der Patienten des "Date Doktors" spielt. Der Film feiert das Glück des Zusammenkommens, und überrascht immer wieder mit kleinen aber feinen Dialogen.

 

 

Samstag 30.07 - Willenbrock

Drama - Deutschland, 2005 - 108 Minuten

Regie: Andreas Dresen

Darsteller: Axel Prahl (Bernd Willenbrock), Inka Friedrich (Susanne Willenbrock), Anne Ratte-Polle (Anna), Dagmar Manzel (Vera), Christian Grashof (Maler Waldersee), Andrzej Szopa (Jurek), Tilo Prückner (Fritz), Wladimir Tarasjanz (Krylow)

Kurzkritik : Ein Magdeburger Autohändler, der sich im wiedervereinten Deutschland gut eingerichtet hat, verliert unerwartet den sicher
geglaubten Boden unter den Füßen. Als ihn russische Einbrecher überfallen, seine Ehe in die Brüche geht und die Geliebte eigene Wege beschreitet, steht er vor den Trümmern seines Lebens. Drama eines (ost-)deutschen Schicksals, das durch seine lebensnahen Figuren ebenso überzeugt wie durch den sozialen Realismus seiner Geschichte.

 

 

Dienstag 02.08 - Die Reise des jungen Che

Roadmovie - USA/Deutschland/Argentinien/Großbritannien, 2004 - 126 Minuten

Regie: Walter Salles

Darsteller: Gael García Bernal (Ernsesto "Che" Guevara), Rodrigo de la Serna (Alberto Granado), Mía Maestro (Chichina Ferreyra), Mercedes Morán (Celia de la Serna), Jorge Chiarella (Dr. Bresciani), Susana Lanteri (Tia Rosana)

Kurzkritik : Auf einer neunmonatigen Reise lernen die verwöhnten Medizinstudenten Ernesto Guevara und Alberto Granado 1952 Lateinamerika
kennen, aber auch die Slums und die Lepra-Kranken. Road Movie über die Suche junger Leute nach ihrem Platz im Leben, inspiriert von wahren Erlebnissen, verfilmt in betörenden Landschaftsbildern und einer emotional packenden Inszenierung, die dafür sorgt, dass man nahezu mit den denselben naiven Augen wie der spätere Revolutionsführer Che Guevara das in ähnlicher
Form heute noch bestehende Elend des Kontinents entdeckt.

 

 

Mittwoch 03.08 - Verschwörung im Berlin Express

Schweden, 2003 - 100 Minuten

Regie: Peter Dalle

Darsteller: Gustaf Hammarsten (Gunnar), Robert Gustafsson (Soldat), Gösta Ekman (Pompe), Peter Dalle (Schaffner), Magnus Roosmann (Henry), Kristina Törnqvist (Karin), Anna Björk (Marie), Lena Nyman (Märit), Lars Amble (Sixten), Marie Göranzon (Nonne)

Kurzkritik : Im Dezember 1945 fährt ein erfolgloser Schriftsteller mit dem Zug von Stockholm nach Berlin, wobei er mit seiner Ungeschicklichkeit ein enormes Chaos unter den Reisenden anrichtet. Mitreisende sind zwei Nonnen, ein Arzt, der mit seiner Geliebten den Mord an seiner Ehefrau plant, zwei ältere Homosexuelle sowie ein Gruppe baltischer Flüchtlinge. Ebenso schwarzhumorige wie stilbewusste Hommage an die Klassiker des Railway-Genres, die einen prächtigen Zitatenschatz entfaltet.

 

 

Donnerstag 04.08 - Silentium

Kriminalfilm, Komödie, Literaturverfilmung - Österreich 2003 - 116 Minuten

Regie: Wolfgang Murnberger

Darsteller: Josef Hader (Brenner), Simon Schwarz (Berti), Joachim Król (Sportpräfekt Fitz), Maria Köstlinger (Frau Dornhelm), Udo Samel (Festspielpräsident), Jürgen Tarrach (Opernsänger), Rosie Alvarez (Di Ding), Georg Friedrich (Hausmeister Josef), Anne Bennent (Apothekerin), Christoph Schlingensief (Opernregisseur), Herbert Fux (Taxifahrer), Wolf Haas (Spiritual)

Kurzkritik : Ein Privatdetektiv soll einen angeblichen Selbstmord untersuchen und gerät dabei in die Kreise der Salzburger Schickeria um den Festspielbetrieb. Die Ermittlungen führen in eine Klosterschule, die sich bald als Schlangennest entpuppt. Grausige Morde hinter der biederen Zuckerbäcker-Architektur des Städtchens offenbaren eine gnadenlos hierarchische, moralisch ausgehöhlte Gesellschaft, deren oberstes Gesetz das Schweigen ist. Spannender, bitterböser Krimi mit Splatter-Elementen, der österreichische Skandale der jüngsten Zeit aufgreift und sich souverän zwischen Groteske und Ernsthaftigkeit bewegt.

 

 

Freitag 05.08 - Die Dolmetscherin

Politthriller - USA/Großbritannien/Frankreich, 2005

Regie: Sydney Pollack

Darsteller: Nicole Kidman (Silvia Broome), Sean Penn (Tobin Keller), Catherine Keener (Agent Dot Woods), Jesper Christensen (Nils Lud), Yvan Attal (Philippe), Earl Cameron (Edmund Zuwanie), Sydney Pollack

Kurzkritik : Eine UN-Dolmetscherin erfährt von den Attentatsplänen auf einen afrikanischen Staatsmann. Als sie sich ans FBI wendet, wird ihr ein abgebrühter Ermittler zugewiesen. Zwischen beiden entfaltet sich eine zwischen Misstrauen und Zuneigung oszillierende Beziehung. Außerdem gerät die Übersetzerin ins Visier der Attentäter. Sydney Pollacks Inszenierung kann herausragende
Darsteller vorweisen und muss sich nicht hinter älteren Leistungen wie „Die drei Tage des Condor“ verstecken. Ein mitreißender Thriller, packend inszeniert.

 

 

Samstag 06.08 - Kebab Connection

Komödie - Deutschland, 2004 - 96 Minuten

Regie: Anno Saul

Darsteller: Denis Moschitto (Ibo), Nora Tschirner (Titzi), Güven Kiraç (Mehmet), Hasan Ali Mete (Onkel Ahmet), Adnan Maral (Krianis), Adam Bousdoukos (Valid), Cem Akin (Altan), Nursel Köse (Hatice), Tatjana Velimirov (Stella), Farih Ogün Yardim (Lefty), Romina Fütterer (Ayla), Sibel Kekilli (die Italienerin)

Kurzkritik : Ein junger Deutschtürke aus Hamburg träumt davon, den ersten deutschen Kung-Fu-Film zu drehen, muss sich zunächst jedoch mit den Folgen seines erfolgreichen Werbespots für den Imbiss seines Onkels und seiner schwangeren deutschen Freundin auseinander setzten. Ebenso amüsante wie charmante Komödie über das Erwachsenwerden, die von der Spielfreunde ihrer Darsteller lebt und immer wieder mit witzigen Dialogen aufwarten kann.

 

 

Dienstag 09.08 - Hotel Ruanda

Kriegsfilm/Drama - Südafrika/Großbritannien/Italien/Kanda, 2004 - 122 Minuten

Regie: Terry George

Darsteller: Don Cheadle (Paul Rusesabagina), Sophie Okonedo (Tatiana Rusesabagina), Nick Nolte (Colonel Oliver), Joaquin Phoenix (Jack), Desmond Dube (Dube), David O'Hara (David), Cara Seymour (Pat Archer)

Kurzkritik : Der Manager eines Vier-Sterne-Hotels in Kigali rettet mit diplomatischem Geschick und politischem Einfühlungsvermögen über
1000 Menschen das Leben, als 1994 in Ruanda lang geschürte Unruhen ausbrechen und die Bevölkerungsmehrheit der Hutu einen Völkermord am Stamm der Tutsi verübt. Ein überzeugender Film, dem der Balanceakt zwischen historischer Rekonstruktion und bewegender Erzählung auf eindrückliche Weise gelingt und der trotz seiner stringenten Binnenperspektive und gelegentlicher Zuspitzungen auch die historischen Ereignisse Revue passieren lässt.

 

Mittwoch 10.08 - Mathilde eine große Liebe

Frankreich, 2004 - 133 Minuten

Regie: Jean-Pierre Jeunet

Darsteller: Audrey Tautou (Mathilde), Gaspar Ulliel (Manech), Jean-Pierre Becker (Lieutenant Esperanza), Dominique Bettenfeld (Ange Bassignano), Clovis Cornillac (Benoît Notre-Dame), Marion Cotillard (Tina Lombardi), Jean-Pierre Darroussin (Benjamin Gordes), Julie Depardieu (Véronique Passavant), Jean-Claude Dreyfus (Kommandant Lavrouye), André Dussollier (Rouvières), Ticky Holgado (Germain Pire), Tcheky Karyo (Captain Favourier), Denis Lavant (Six-Soux), Chantal Neuwirth (Bénédicte)

Kurzkritik : Während des Ersten Weltkriegs werden fünf französische Soldaten wegen Selbstverstümmelung zum Tode verurteilt und an die vorderste Front versetzt. Doch statt im Gemetzel umzukommen, gelingt ihnen die Flucht. Die Verlobte eines der Soldaten glaubt nicht an den Tod des Verschollenen und macht sich mit Hilfe eines Detektivs auf die Suche nach ihm. Die als postmoderne Collage erzählte Geschichte führt verschiedene Handlungsstränge bravourös neben- und ineinander, wobei Zeiten, Orte und Erzählperspektiven ständig wechseln. Ein fesselnder Film von überbordender visueller und narrativer Fantasie.

 

 

Donnerstag 11.08 - Zimt und Koreander

Griechenland/Türkei, 2003 - 107 Minuten

Regie: Tassos Boulmetis

Darsteller: Georges Corraface (Fanis Iakovides), Ieroklis Michaelidis (Savas Iakovides), Renia Louizidou (Soultana Iakovidou), Stelios Mainas (Onkel Emilios), Tamer Karadagli (Mustafa), Basak Köklükaya (Saime), Tassos Bandis (Großvater Vassilis), Markos Osse (Fanis mit 8 Jahren)

Kurzkritik : Eine in Konstantinopel lebende Familie griechischer Abstammung wird 1964 ihrer Heimat verwiesen. Nur der Großvater, ein Gewürzhändler, darf bleiben. In der Folgezeit erinnert sich der erwachsene Enkel, ein Astrophysiker, an die Gerüche seiner Kindheit, die Weisheiten des Großvaters und das Schicksal seiner Familie. Der Film leistet Erinnerungsarbeit, ohne revanchistischen Gefühlen Vorschub zu leisten. Gekennzeichnet von feiner Melancholie und humoristischer Leichtigkeit, erzählt er unaufdringlich von Vertreibung und Exil und macht den Schmerz der Heimatlosigkeit spürbar.

 

 

Dienstag 16.08 - Poppitz

Komödie - Österreich, 2002Komödie - 99 Minuten

Regie: Harald Sicheritz

Darsteller: Roland Düringer (Gerry Schart), Marie Bäumer (Lena Schart), Nora Heschl (Patrizia Schart), Kai Wiesinger (Ben), Reinhard Nowak (Fritz Nowak), Oliver Korittke (Uwe Schalk), Maria Hofstätter (Frau Kübel), Alfred Dorfer (Bertram Klingelmeier)

Kurzkritik : Ein großspuriger Autoverkäufer hofft nach dem Tod seines Chefs auf einen Karrieresprung, wird aber bereits während des Flugs ins vermeintliche Ferien-Inselparadies von Zweifeln beschlichen. Melange aus Satire und Farce über deutsche und österreichische Pauschaltouristen, ganz zugeschnitten auf die rohe, volkstümliche Ausdruckskraft des Kabarettisten Roland Düringer. Die polternde Erzählweise des Films deckt sich mit den Charakterzügen des Großtuers, der stets auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wird. Weniger eine Gesellschaftssatire als eine amüsante Selbstzurschaustellung des Durchschnittsbürgers, die unterhält ohne zu prätentiös zu werden .

 

 

Mittwoch 17.08 - Maria voll der Gnade

Drama - Kolumbien/USA, 2003 - 101 Minuten

Regie: Joshua Marston

Darsteller: Catalina Sandino Moreno (Maria), Yenny Paola Vega (Blanca), Virginia Ariza (Juana), Johanna Andrea Mora (Diana), Wilson Guerrero (Juan), Guilied Lopez (Lucy), Patricia Rae (Carla Aristizábal), Orlando Tobon (Don Fernando), John Alex Toro (Franklin)

Kurzkritik : Eine 17-jährige Kolumbianerin versucht den deprimierenden Lebensbedingungen auf dem Lande zu entkommen, indem sie für ein
Drogenkartell Rauschgift nach New York schmuggelt. Erstlingsfilm, der nach dem Vorbild der neorealistischen Schule Beobachter und Zeuge eines persönlichen Schicksals sein will. Dank einer immens ausdrucksfähigen Hauptdarstellerin und einer selbstsicheren, auf dramatische Effekte verzichtenden Inszenierung erreicht der Film sein Ziel der Humanisierung einer
hochpolitischen Situation.

 

 

Donnerstag 18.08 - Die große Verführung

Komödie - Kanada, 2003 - 109 Minuten

Regie: Jean-François Pouliot

Darsteller: Raymond Bouchard (Germain Lesage), David Boutin (Christopher Lewis), Benoît Brière (Henri Giroux), Pierre Colin (Yvon Brunet), Rita Lafontaine (Hélène Lesage), Lucie Laurier (Ève Beauchemin)

Kurzkritik : Die Bewohner eines idyllischen Fischerdorfs in Kanada wehren sich gegen den wirtschaftlichen Niedergang, indem sie mit allen Mittel um die Neuansiedlung einer Fischkonservenfabrik kämpfen. Um alle bürokratischen Hürden zu überwinden, lässt sich die verschwörerisch-skurrile Dorfgemeinschaft allerhand Tricks und Kniffe einfallen und inszeniert ein Theater, das ihr Dorf als
idealen Standort zeigen soll. Der aus anderen Filmen wie "Lang lebe Ned Divine" bekannte Dorfkomödien-Plot variiert das Genre gekonnt und unterhält dank wohlgesetzter Pointen und schrulliger Figuren auf höchst amüsante Weise.

 

 

Freitag 19.08 - Das Meer in mir

Drama - Spanien/Italien, 2004 - 125 Minuten

Regie: Alejandro Amenábar

Darsteller: Javier Bardem (Ramón Sampedro), Belén Rueda (Julia), Lola Dueñas (Rosa), Mabel Rivera (Manuela), Clara Segura (Gené), Celso Bugallo (José), Joan Dalmau (Joaquín), Alberto Jiménez (Germán), Tamar Novas (Javi), Francesc Garrido (Marc)

Kurzkritik : Der Film beruht auf der Lebensgeschichte von Ramón Sampedro, der durch einen Unfall vollständig gelähmt, jahrelang juristisch und in Publikationen für das Recht kämpfte, seinem Leben ein Ende setzen zu dürfen, was er schließlich mit Hilfe einer Freundin auch tat. Sampedro erscheint im Film als sympathischer Mensch, dessen Kampfgeist in seltsamem Widerspruch zu seiner Todessehnsucht zu stehen scheint. Insgesamt plädiert das Porträt dieses Mannes dafür, dass es jedem Menschen zustehe, selbst über sein Leben und seinen Tod zu entscheiden, zeigt aber auch Gegenpositionen, weshalb der Film kein Manifest für Euthanasie ist, sondern vielmehr ein Versuch, sich auf differenzierte Weise dem Thema der aktiven Sterbehilfe zu stellen.

 

 

Samstag 20.08 - Das Leben ist ein Wunder

Jugoslawien, Frankreich 2004

Kurzkritik : Ein kleines Dorf in Bosnien 1992. Der serbische Ingenieur Luka hat den Auftrag erhalten in dem eingeschlafenen Ort eine Eisenbahnlinie zu bauen, ignoriert dabei aber die immer deutlicheren Anzeichen eines kommenden Krieges zwischen Muslimen und Serben. Als seine Frau ihn verlässt , sein Sohn Milos in die Armee eingezogen wird und schliesslich der Krieg ausbricht, weiss Luka nicht mehr weiter. Die Situation verschlimmert sich noch als Milos in Gefangenschaft gerät und Luka sich in die muslimische Krankenschwester Sabaha verliebt. Um seinen Sohn aus der Gefangenschaft freizubekommen, soll er Sabaha ausliefern...

 

 

Dienstag 23.08 - Katze im Sack

Drama - Deutschland, 2005 - 86 Minuten

Regie: Florian Schwarz

Darsteller: Jule Böwe (Doris), Christoph Bach (Karl), Walter Kreye (Brockmann), David Scheller (Sandro), Dirk Borchardt (Zuhälter), Thorsten Michaelis (Barkeeper Roy), Laura Charlotte Syniawa (Elisa)

Kurzkritik : Ein undurchsichtiger Landstreicher und ein alternder Sicherheitstechniker verlieben sich in eine Leipziger Barfrau, die
selbst nicht weiß, was sie will und wie ihre Verehrer zwischen Sehnsucht und Selbstzerstörung schwankt. Ein düsterer Film noir, der unter ständigen Perspektivwechseln die Verlorenheit seiner Protagonisten beschreibt, ohne gesellschaftspolitische Analysen anbieten zu wollen. Überragende Darsteller, eine überzeugende Kameraarbeit, sinnliche Eleganz und der Mut zu Pathos
und Übertreibungen machen den Film zum Erlebnis.

 

 

Mittwoch 24.08 - 25 Grad im Winter

Komödie - Belgien/Frankreich, 2004 - 90 Minuten

Regie: Stéphane Vuillet

Darsteller: Carmen Maura (Abuelita), Jacques Gamblin (Miguel), Ingeborga Dapkunaite (Sonia), Raphaëlle Molinier (Laura), Pedro Romero (Juan), Lubna Azabal (Loubna), Laurence Vielle (Madame Violaine)

Kurzkritik : Turbulente Komödie um einen Spanier und seine kleine Tochter, deren Großmutter sowie eine illegal eingereiste Ukrainerin, die sich an einem einzigen Tag in Brüssel zuträgt. Der ambitionierte Film führt nicht nur die Wendungen des Lebens in einem kleinen Multi-Kulti-Land vor, sondern verfügt auch über eine rasante Story, die durch witzige Gags in immer wieder neue Richtungen gelenkt wird. (auch O.m.d.U.)

 

 

Donnerstag 25.08 - Netto

Deutschland, 2004 - 90 Minuten

Regie: Robert Thalheim

Darsteller: Milan Peschel (Marcel Werner), Sebastian Butz (Sebastian), Christina Grosse (Angelika), Stephanie Charlotta Koetz (Nora), Bernd Lamprecht (Bernd)

Kurzkritik : Ein halbwüchsiger Junge möchte nicht bei seiner Mutter und deren neuem Freund im bürgerlichen Wohlstandsidyll leben, zieht zu seinem arbeitslosen "proletarischen" Vater und versucht, diesen "umzuerziehen", um sich nicht mehr für ihn schämen zu müssen. Mit einfachsten Mitteln gefilmte Vater-Sohn-Geschichte, die in ihrer Darstellung eines sozialen Milieus und in der Figurenkonstallation überzeugt und mit einem herausragenden Hauptdarsteller als liebeswertem Loser-Vater sowie einem reizvollen Soundtrack aufwartet.

 

 

Freitag 26.08 - ein perfektes Verbrechen

Spanien 2003 - 104 Minuten

Regie: Álex de la Iglesia

Darsteller: Guillermo Toledo, Mónica Cervera, Luis Varela

Kurzkritik : Der smarte Kaufhausangestellte Rafael González hasst Mittelmäßiges. Auf dem Weg zur Arbeit vernascht er eine unbekannte Brünette und illustriert selbstbewußt seine Maxime vom Nehmen und dem Glück der Macher.
Auch in seinem "Reich", der Abteilung für Damenoberbekleidung im Kaufhaus Yeyo's, sind ihm alle Verkäuferinnen hörig. Eine Einladung zur nächtlichen Sexorgie gilt unter den Kolleginnen als beneidenswerte Auszeichnung. Dennoch, zur wahren Bestätigung seines Egos fehlt Rafael die Beförderung zum Etagenchef.
Als der toupétragende ältere Verkäufer Don Antonio den begehrten Posten bekommt, gerät Gonzales Glitzerwelt aus den Fugen. In den Umkleidekabinen kommt es zur Abrechnung zwischen den Rivalen, die für beide tragische Folgen hat, für den einen schnell und schmerzlos, für den anderen langsam, aber schmerzhaft ...

 

 

Samstag 27.08 - I (Heart) Huckabees

Komödie - USA/Deutschland, 2004 - 106 Minuten

Regie: David O. Russell

Darsteller: Dustin Hoffman (Bernard), Isabelle Huppert (Caterine Vauban), Jude Law (Brad Stand), Jason Schwartzman (Albert Markovski), Lily Tomlin (Vivian), Mark Wahlberg (Tommy Corn), Naomi Watts (Dawn Campbell), Angelo Grillo (Angela Franco)

Kurzkritik - Während der Auseinandersetzung von Umweltschützern mit einem Superkaufhaus kommt ein Sammelsurium von absonderlichen Figuren
miteinander in Berührung und ficht seine weltanschaulichen Standpunkte mit Gusto gegeneinander aus. Metaphysik und Screwball-Comedy verbinden sich zu einer Geschichte voller Absurditäten und Wahrheiten. Hinter der unkonventionellen Ästhetik einer scheinbar aus lauter Widersprüchen zusammengesetzten dialektischen Komödie lassen sich erstaunliche Offenheit und Ehrlichkeit entdecken.

 

 

Dienstag 30.08 - Die Geschichte vom weinenden Kamel

Dokumentarfilm - Deutschland/Mongolei, 2003 - 91 Minuten

Regie: Baymbasuren Davaa, Luigi Falorni

Darsteller: Janchiv Ayurzana (Janchiv), Chimed Ohin (Chimed), Amgaabazar Gonson (Amgaa), Zeveljamz Nyam (Zevel), Ikhbayar Amgaabazar (Ikchee), Odgerel Ayusch (Odgoo), Enkhbulgan Ikhbayar (Dude)

Kurzkritik - In der mongolischen Wüste will ein Kamel sein frischgeworfenes Junges nicht annehmen. Die Nomaden kümmern sich rührend um das
Neugeborene und lassen aus der Stadt sogar einen Musiker kommen, dessen Spiel das Muttertier so rührt, dass es das Kleine endlich an sich heran lässt. Märchenhafte Geschichte, halb dokumentarisch, halb inszeniert, die mit betörenden Bildern von der Wüste in langsamem Tempo erzählt wird. Dabei geht es auch um die Menschen in einer verlassenen Gegend, die zwischen
Tradition und Fortschritt ihren Weg in die Zukunft suchen. (O.m.d.U.)

 

 

Mittwoch 31.08 - Milion Dollar Baby

Darma, Boxerfilm USA, 2004 - 133 Minuten

Regie: Clint Eastwood

Darsteller: Clint Eastwood (Frankie Dunn), Hilary Swank (Maggie Fitzgerald), Morgan Freeman (Eddie "Scrap-Iron" Dupris), Jay Baruchel (Danger Barch), Mike Colter (Big Willie Little), Lucia Rijker (Billie "The Blue Bear")

Kurzkritik : Nacn langem Zögern übernimmt ein verschlossener Boxtrainer die Ausbildung einer jungen Weißen, die sich durch den Sport eine
gesellschaftliche Chance erarbeiten will. Ein nur auf den ersten Blick herkömmlicher Sportfilm in konventioneller Inszenierung, der aber die Stereotypen des Genres bedient und sie zugleich reizvoll variiert und hinterfragt. Im letzten Drittel nimmt der Film dann eine unerwartete Wende, die sich zum ernsten Drama über Leben und Tod auswächst. Ein mit abgeklärter Meisterschaft inszenierter und hervorragend fotografierter Film, getragen von brillanten Darstellern, die ihre Charaktere mit beiläufigem Understatement zum Leben erwecken.

 

 

Donnerstag 01.09 - Kammerflimmern

Drama - Deutschland, 2004 - 101 Minuten

Regie: Hendrik Hölzemann

Darsteller: Matthias Schweighöfer (Crash), Jessica Schwarz (November), Jan-Gregor Kemp (Fido), Florian Lukas (Richie), Bibiana Beglau (Dr. Tod/Frau Neumann), Carlo Ljubek (Tommy), Rosel Zech (Oma Crash), Volker Spengler (Hundemann), Ulrich Noethen (Prof. Olivari), Johanna Gastdorf (Mutter des Mädchens)

Kurzkritik : Einen jungen Rettungssanitäter treibt die Konfrontation mit dem Leid der Menschen in eine Sinnkrise, aus der ihm nur das Traumgesicht einer jungen Frau einen Ausweg verheißt -bis er ihr in der Realität begegnet. Debütfilm, der sein existenzialistisches Schwergewicht mit schwarzem Humor ausbalanciert und hellsichtig vom Leben in transzendentaler Obdachlosigkeit erzählt. Die temporeiche Mischung aus mythischer Liebesgeschichte, rauschhaften "Coming-of-Age"-Impressionen und semidokumentarischen Szenen aus dem Sanitätsalltag verdichtet sich zu einer stilsicher erzählten Reise in die Schattenzonen der deutschen Gesellschaft.